Isabelle Rohr, Ergotherapeutin beim BRK Bayreuth nutzte das Angebot zur Messund der Herzratenvariablilität (HRV). Bild: Bayerisches Rotes Kreuz Bayreuth

Betriebliche Gesundheitsförderung hat beim BRK Kreisverband Bayreuth hohen Stellenwert.

Wie wichtig die Gesundheit ist, merkt man erst, wenn Sie nicht mehr da ist. Aus der Perspektive von Arbeitgebern sind steigende Krankenstände und eine zunehmende Fluktuation sichere Zeichen dafür, dass Mitarbeiter Unterstützung brauchen, was ihr körperliches und/oder mentales Wohlbefinden betrifft. Um diesen Warnsignalen vorzubeugen, setzt der BRK Kreisverband Bayreuth seit diesem Jahr verstärkt auf Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) und wird dabei von der AOK Bayreuth-Kulmbach unterstützt.

„Die Gesunderhaltung unserer RotKreuzler ist uns enorm wichtig. Aus diesem Grund haben wir dafür eine direkt bei der Geschäftsführung angesiedelte Stabsstelle geschaffen und qualifiziert. Betriebliche Gesundheitsförderung ist bei uns kein kurz brennendes Strohfeuer, sondern zentraler Bestandteil unserer RotKreuz-Strategie in der Region Bayreuth“, betont Markus Ruckdeschel, Kreisgeschäftsführer des BRK Kreisverbands Bayreuth.

Wichtiger Teil der Unternehmensphilosophie

Roland Wittich, Mitarbeiter im Rettungsdienst und Personalratsvorsitzender beim BRK Bayreuth, absolvierte eine entsprechende Ausbildung der AOK Bayern zur BGM-Fachkraft (Betriebliches Gesundheitsmanagement) und koordiniert seit Beginn der Kooperation sämtliche Maßnahmen und Aktionen: „Für mich ist es wichtig, dass Betriebliches Gesundheitsmanagement nicht lediglich der Erfüllung gesetzlicher Vorgaben dient, sondern Teil der Unternehmensphilosophie wird. In Zeiten von Arbeitsverdichtung und einer Zunahme psychischer Erkrankungen ist es umso wichtiger, durch Gesundheitsaktionen und Schulungen den Mitarbeitern Hilfestellungen zu geben.“

Vielfältiges Angebot für verschiedene Bedürfnisse

Alle Beschäftigten des BRK Kreisverband Bayreuth wurden in diesem Jahr bereits zu drei Gesundheitstagen mit Unterstützung der AOK Bayreuth-Kulmbach eingeladen, bei denen verschiedene Schwerpunkte im Vordergrund standen. Unter anderem konnten die Teilnehmenden sich mit einer sogenannten medimouse vermessen lassen, um die individuellen Stärken und Schwächen der eigenen Wirbelsäule aufzudecken.

Mithilfe der Inbodywaage konnten BRK-Mitarbeiter den genauen Fett- und Muskelanteil ihres Körpers messen, um Auskunft über den eigenen Trainings- und Ernährungszustand zu erhalten. Beim zweiten Gesundheitstag wurde die Möglichkeit geboten, die eigene Herzratenvariabilität (HRV) zu messen, die Auskunft über den persönlichen Stresslevel gibt. Workshops zu den Aspekten Gesunder Rücken, Pupillografie (Schläfrigkeitstest) und Haltungsdiagnostik standen schließlich beim 3. Gesundheitstag auf dem Programm. Mit einem Seminar zum Thema „Think positive“ richtete sich das BGF-Angebot von BRK und AOK Bayreuth-Kulmbach zudem speziell an die Lehrkräfte der BRK-Schulen; für Führungskräfte fand der Workshop „Fit zum Führen: Weniger Stress – mehr Erfolg“ statt.

Regionale Kooperation für zufriedene und gesunde Mitarbeiter

„Die gestiegenen Anforderungen an Mitarbeiter erfordern veränderte Gesundheitsmaßnahmen am Arbeitsplatz. Ein gutes Betriebsklima, gesundheitsgerechte Arbeitsplätze, eine akzeptierte Führung und gute kollegiale Zusammenarbeit sind wichtige Faktoren für das Wohlbefinden der Beschäftigten“, erklärt AOK-Firmenberater Daniel Fleißner. Die AOK Bayern unterstützt vor Ort mit ihren Experten umfassend und nachhaltig. Viele Maßnahmen laufen über mehrere Jahre. „Ich freue mich sehr über die Kooperation mit dem BRK, um gemeinsam in das wertvollste Gut zu investieren – die Mitarbeitergesundheit. Gesundheitsförderung ist in Unternehmen nur auf Dauer erfolgreich, wenn sie fester Bestandteil einer langfristigen Unternehmenspolitik ist“, so AOK-Direktor Klaus Knorr.

 

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