Sebastian Döberl aus Bayreuth ist Bundesvorsitzender der Wirtschaftsjunioren

Es ist ein Netzwerk – und ein großes noch dazu: Rund 10.000 Mitglieder haben die Wirtschaftsjunioren bundesweit. Junge Unternehmer und Führungskräfte engagieren sich, um die Wirtschaft in Schwung zu bringen. An ihrer Spitze steht seit Anfang des Jahres Sebastian Döberl aus Bayreuth.

Es ist eine steile Karriere, die der Bayreuther hingelegt hat. Als gelernter Groß- und Außenhandelskaufmann, mit zahlreichen Stationen in ganz Deutschland sowie Weiterbildungen zum Handelsfachwirt und Betriebswirt (IHK) gehört Sebastian Döberl seit fünf Jahren zur Geschäftsführung von Eisen Bauer in Bayreuth. Seit dieser Zeit engagiert sich der 34-Jährige auch bei den Wirtschaftsjunioren, ist vom Kreissprecher über den Landesvorsitz aufgestiegen und steht nun für ein Jahr an der Spitze des „größten Netzwerkes junger Unternehmer“, wie er es selbst bezeichnet.

Der Netzwerk-Gedanke spielt für Sebastian Döberl eine große Rolle. Gemeinsam mit anderen Unternehmern will er mehr erreichen, will die Rahmenbedingungen für die Wirtschaft verbessern. Dazu gehört die politische Arbeit als Interessensvertretung, aber auch die Präsenz in den Schulen, um Wissen in die Schulen zu bringen und junge Menschen für Ausbildung zu begeistern und sie fit zu machen. Das von den Wirtschaftsjunioren geforderte Schulfach Wirtschaft in ganz Deutschland ist für Döberl dabei wichtig. „Nicht jeder Schüler muss ja gleich Unternehmer werden, aber jeder muss ein bisschen Mit-Unternehmer sein“, sagt er. Gleichzeitig sieht er die Notwendigkeit, dass Schüler eine Programmiersprache genauso lernen wie eine Fremdsprache. Denn: „Digitalisierung und digitales Denken werden in Zukunft extrem gefordert sein.“ Jeder junge Mensch sollte zumindest verstehen, wie es funktioniert. Darüber hinaus setzen sich die Wirtschaftsjunioren für eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit durch die entsprechenden Rahmenbedingungen, für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, für global vernetztes Denken und Handeln, aber auch für Flexibilität am Arbeitsmarkt und Generationengerechtigkeit ein. Sebastian Döberl hat seinen Vorsitz unter das Motto „Zusammen Zukunft unternehmen“ gestellt und will sich dafür einsetzen, dass Deutschland ein zukunftsfähiger Wirtschaftsstandort bleibt.

Neben den politischen Aufgaben sind die Wirtschaftsjunioren auch gesellschaftlich aktiv und kooperieren eng mit der IHK. „Wir engagieren uns auch, um für die wichtigen Gremien der Kammern Nachwuchs zu bekommen“, betont er. Denn der überparteiliche Zusammenhalt und die Lobbyarbeit für die Wirtschaft seien wichtiger denn je.

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