Vorstellungsgespräche werden jetzt aktuell ausschließlich per Video durchgeführt. © Adobe Stock – fizkes

Das Bayreuther Unternehmen Atlas Titan ist als Projektpartner ständig auf der Suche nach qualifiziertem Personal für seine Kunden. Die Situation sorgt dabei auch für Veränderungen, wie Account Managerin Sabina Rockstroh im Interview erläutert.

Aktuell sind persönliche Bewerbungsgespräche nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich. Wie reagieren Sie auf diese Situation?

Generell versucht jedes Unternehmen das Beste aus der derzeitigen Lage zu machen. In unserem Fall bedeutet das nun in erster Linie unsere technischen Gegebenheiten auf dem neusten Stand zu halten, um die Alternativen eines digitalen Bewerbungsgespräches ideal umsetzen zu können. Auf der anderen Seite versuchen wir, Bewerber/innen für diese Herausforderungen zu sensibilisieren und vor allem umfangreich zu informieren. Frei nach dem Motto: gute Vorarbeit ist schon die halbe Miete.

Welche Veränderungen haben sich im Rahmen des Auswahlverfahrens für Sie ergeben? Wie gehen Sie damit um bzw. welche Erfahrungen haben Sie gemacht?

Das generelle Auswahlverfahren und der Bewerbungsprozess sind bei uns ja schon weitgehend digital. Das bleibt bestehen. Unterschiede gibt es erst, sobald es um die Vorstellung beim Kunden geht: Hier wird statt eines persönlichen Treffens nun auf die digitalen Kanäle umgeschwenkt. Aber wir versuchen hier auch so gut es geht vorzuarbeiten, damit eine Entscheidung möglichst schnell getroffen werden kann, oder man zeitnah einen persönlichen Termin arrangieren kann, sobald dies wieder möglich ist. Wir haben aber auch die Erfahrung gemacht, dass sich persönliche Vor-Ort-Termine oft erübrigen, wenn man nach einem Videogespräch bereits eine Entscheidung treffen kann. Man merkt insgesamt, dass alle im gleichen Boot sitzen und bemüht sind, ihr Tagesgeschäft bestmöglich normal weiterlaufen zu lassen

Wie reagieren die Bewerber auf die neue Situation?

Die Bewerber regieren sehr positiv, verständnisvoll und geduldig auf die aktuelle Handhabung. Manche freuen sich sogar über die Notwendigkeit sich intensiver mit Tools wie Zoom, WebEx oder Skype auseinandersetzen zu müssen. Teilweise findet es auch Anklang, ein Bewerbungsgespräch ausgeruht vom heimischen Schreibtisch via Kamera bewerkstelligen zu können, anstatt vorher einige 100 Kilometer quer durch Deutschland reisen zu müssen.

Sind digitale Bewerbungs- und Vorstellungsprozesse ein Tool für die Zukunft über die aktuelle Krise hinaus?

Definitiv! Unser Bewerbungsprozess ist ja generell schon hauptsächlich digital, und wir haben auch schon vor der Krise in besonderen Fällen schon gerne auf Videogespräche zurückgegriffen. Diese Prozesse werden sicherlich auch danach weiterhin oder gar noch mehr genutzt werden. Allerdings gilt auch hier nach wie vor: es geht nichts über ein Gespräch von Angesicht zu Angesicht für einen persönlichen ersten Eindruck!

Tipps für das digitale Jobinterview

Bei Vorstellungsgesprächen mittels Videotelefonie sind ein paar Regeln zu beachten:

Umgebung

Damit die Rahmenbedingungen stimmen, empfiehlt sich ein kurzer Umgebungs-Check: Ist gesichert, dass weder Kinder noch Mitbewohner durch das Bild laufen? Wie sieht der Hintergrund aus – nicht zu unruhig und nicht zu privat? Ist auch nicht zu viel Hall im Raum?

Outfit

Für ein Vorstellungsgespräch per Videotelefonie gelten die gleichen Regeln wie für einen Präsenztermin beim Unternehmen selbst.

Technik

Ein Headset nutzen, in eine gute Webcam investieren und auf die Klangqualität achten, damit das Gegenüber kein Echo hört – wer seine Technik vor dem Termin geprüft hat, führt das Gespräch entspannter.

Notizen

Notizen sollte man handschriftlich machen anstatt sie in die Tastatur zu tippen.

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