Die Agentur für Arbeit Bayreuth-Hof meldet moderate Beschäftigungsverluste gegenüber dem Vorjahresquartal

Traditionell sinken die Arbeitslosenzahlen in der Region im Frühjahr. Foto: Photographee.eu – stock.adobe.com

„Der regionale Arbeitsmarkt startet nach den Wintermonaten auch in Pandemiezeiten mit ähnlichem Schwung in die neue Saison wie im vergangenen Jahr – zwar auf höherem Niveau, aber nur noch mit einem Abstand von zehn Prozent“, sagt Sebastian Peine, Chef der Agentur für Arbeit Bayreuth-Hof. In Zahlen: Die Zahl der Arbeitslosen sank mit dem Frühjahrsaufschwung per Ende März um 783 Personen auf 11.452. Die aktuelle Arbeitslosenquote liegt bei 4,5 Prozent.

Die Region Bayreuth-Hof ist traditionell ein Agenturbezirk mit hohem Saisonausschlag. So gab es im März viel Bewegung mit einer deutlichen Reduzierung der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat um 12,5 Prozent, insbesondere bei den Männern. Die Nachfrage nach Arbeitskräften stieg im Vergleich zum Vormonat im Zuge der Frühjahrsbelebung deutlich an und lag erfreulich deutlich über dem Niveau des Vorjahres (+249). Die Arbeitgeber-Services konnten insgesamt 1.566 Vermittlungsaufträge entgegennehmen. Mit über 500 Stellen kamen die meisten Meldungen aus dem Bereich der sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen, wobei der Schwerpunkt mit mehr als 400 offenen Stellen beim Teilbereich der Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften lag. Die Arbeitnehmerüberlassung gilt erfahrungsgemäß als Frühindikator für die konjunkturellen Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt.

251 neue Stellen wurden aus dem Verarbeitenden Gewerbe gemeldet, 176 Meldungen kamen aus dem Bereich Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kfz. Das Gesundheits- und Sozialwesen meldete Bedarf für 125 Mitarbeiter, das Baugewerbe sucht aktuell 122 Arbeitskräfte. Insgesamt wurden im ersten Quartal 3.534 offene Stellen gemeldet, 128 oder 3,5 Prozent weniger als in den ersten drei Monaten des Jahres 2020.

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist – saisonüblich – gegenüber dem Vorquartal gestiegen. Dieser Beschäftigungszuwachs fiel dabei deutlich höher aus, als von Juni auf September 2019, jedoch auf insgesamt etwas niedrigerem Niveau. Verglichen mit dem Vorjahresquartal gab es einen moderaten Beschäftigungsverlust von 0,8 Prozent oder 1.515 Personen. Der positive Trend des Beschäftigungswachstums war bereits von September 2018 auf September 2019 gestoppt worden.

Die einzelnen Branchen entwickelten sich dabei sehr unterschiedlich. Den größten Zuwachs gegenüber dem Vorjahresquartal gab es im Gesundheitswesen mit 754 zusätzlichen Beschäftigten. Der Wirtschaftsbereich Öffentliche Verwaltung, Verteidigung und Sozialversicherung legte um 316 Personen zu, im Bereich Erziehung und Unterricht waren es 304 Beschäftigte mehr. Große Verluste gab es hingegen im Verarbeitenden Gewerbe. Hier sind 1.822 Beschäftigte weniger zu verzeichnen. Der Bereich Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kfz verlor 530 Personen, die Arbeitnehmerüberlassung 450.

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