Traditionelle handwerkliche Fähigkeiten weitergeben

          Azubi-Projekt bei ZÜBLIN: Der Bau-Nachwuchs erstellte eine komplette Treppe im Feuerwehrhaus in Gesees

„Von hier aus musst du 26 Zentimeter nach oben messen.“ Polier Harald Adelhardt kniet mit Azubi Philipp Meinhold im engen Treppenhaus. Mit drei anderen Azubis erstellt Philipp Meinhold im neuen Feuerwehrhaus in Gesees eine Treppe nach traditionellen handwerklichen Methoden.

„Wir wollen den jungen Nachwuchskräften auch zeigen, wie das ursprüngliche Handwerk funktioniert hat“, sagt Harald Adelhardt, der mit den vier Azubis vier Tage lang auf der Baustelle ist. Heute würden beispielsweise nur noch Fertigtreppen verwendet oder spezielle Fertigschalungen. „Aber eine Treppe selbst einzuschalen und zu betonieren, ist eine große Kunst, die eigentlich jede:r Maurer:in oder Betonbauer:in beherrschen sollte“, so der Polier, der seit 34 Jahren im Unternehmen ist und mit Stolz davon erzählt, welche Projekte er schon gebaut hat. ZÜBLIN hat für das neue Feuerwehrhaus in Gesees den Rohbau errichtet. Zum Schluss fehlte bei diesem Projekt nur noch die Treppe. „Wir haben uns überlegt, diese als Azubi-Projekt zu errichten“, berichtet Adelhardt. Ein Vorteil für die Beteiligten, denn die Azubis lernen durch die intensive Betreuung und eigenständige Arbeit wirklich etwas. „Wir haben natürlich auch ein paar Schwierigkeiten eingebaut“, sagt der engagierte Polier. Die Treppe wird nicht nur als Ortbeton vor Ort geschalt, sondern in Sichtbetonoptik ausgeführt. Das spart später den Belag, fordert aber beim Bau höchste Präzision und Sorgfalt. „Das müssen die jungen Leute lernen.“

Vier Azubis bauen eine Treppe: Philip Meinhold (vorne links), Jonas Keller (vorne rechts), Dominik Sticht (hinten links) und Jannis Lugert schalen und betonieren im Feuerwehrhaus in Gesees den Aufgang zur Empore. Foto: Andreas Türk

Die vier Azubis, die Maurer oder Betonbauer lernen, sind auf der Baustelle in Gesees mit großem Engagement dabei. „Ich bin beteiligt, die Zukunft zu bauen“, sagt beispielsweise Jonas Kellner auf die Frage, warum er eine Ausbildung zum Maurer macht.  Außerdem könne er jeden Tag sehen, was er geschafft hat. Für Philipp Meinhold ist ZÜBLIN „eine super Firma“. Er hat schon als Praktikant in die Aufgaben und das Unternehmen reingeschnuppert und war von Arbeitsklima, Strukturen und Perspektiven begeistert. Auf die Perspektiven hofft auch Jannis Lugert, der zunächst ein duales Studium zum Bauingenieur begonnen hat, jetzt aber den Beruf des Betonbauers erst einmal von der Praxis aus lernt. „Praxis ist schöner als Theorie“, sagt er, will aber dennoch die Aufstiegsmöglichkeiten bei ZÜBLIN nutzen. Einig sind sich alle: „Das Bauhandwerk hat Zukunft.

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